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PURITS
Erfahrungsbericht 10. April 2026

Home Assistant im Büro: 5 Automationen die sich wirklich lohnen

Smart Home im Privathaushalt kennt jeder — aber Home Assistant lässt sich genauso sinnvoll in Büros und kleinen Gewerbeeinheiten einsetzen. Hier sind meine fünf nützlichsten Automationen.

Home Assistant läuft bei mir selbst und bei mehreren Kunden. Was ich dabei gelernt habe: Die interessantesten Anwendungsfälle sind nicht die glamourösen (Licht per Sprachsteuerung), sondern die stillen Helfer, die im Hintergrund arbeiten.

1. Heizung nur wenn jemand da ist

Das klassische Problem im Büro: Am Montag früh ist es eiskalt, weil die Heizung übers Wochenende komplett aus war. Oder es wird geheizt obwohl niemand im Büro ist, weil jemand vergessen hat das Thermostat zu drehen.

Mit Home Assistant + Zigbee-Thermostat (z. B. Eurotronic oder TRV von SONOFF):

  • Präsenzerkennung über WLAN-Geräte (wer ist ins Büro-WLAN eingeloggt?)
  • Vorlauf 30 Minuten vor Arbeitsbeginn (aus dem Kalender)
  • Automatisches Absenken bei Abwesenheit

Hardware-Kosten: ca. 25-40 € pro Heizkörperthermostat, Zigbee-Dongle ca. 15 €.

2. Strom-Monitoring für Netzwerkgeräte

Shelly-Steckdosen (ca. 15-25 € pro Stück) messen den Stromverbrauch und können Geräte schalten. Im Büro-Einsatz:

  • NAS und Server: automatisches Abschalten bei Inaktivität nachts
  • Drucker: läuft nur während Bürozeiten
  • Überwachung ob der UPS-angeschlossene Server plötzlich mehr Strom zieht (Zeichen für Festplattenprobleme)

Ein Kunde hat damit seinen Stromverbrauch um ca. 80 kWh pro Monat gesenkt — einfach durch konsequentes Abschalten von Standby-Verbrauchern.

3. Türkontakt am Serverraum

Für Büros mit physischem Serverraum: ein Zigbee-Türkontakt (ca. 10 €) sendet eine Benachrichtigung wenn die Tür außerhalb der Bürozeiten geöffnet wird. Klingt simpel, ist aber erstaunlich nützlich.

Home Assistant → Telegram-Bot → Benachrichtigung auf dem Smartphone. Kostet 0 € an monatlichen Gebühren.

4. Bildschirme automatisch aus

Jeder vergisst mal einen Monitor laufen zu lassen. Mit Shelly an der Mehrfachsteckdose und Präsenzerkennung: wenn keine bekannten Geräte mehr im WLAN sind, gehen alle Monitore nach 10 Minuten aus. Morgens wenn das erste Gerät verbindet, gehen sie wieder an.

5. Statusseite für Haustechnik

Eine der unterschätzten Stärken von Home Assistant ist das Dashboard. Ich habe für einen Kunden eine einfache Übersichtsseite gebaut die zeigt: Heizungsstatus, Alarmanlage (Anbindung via IP), letzter NAS-Backup-Status (MQTT von TrueNAS), aktuelle Netzauslastung.

Alles auf einem Tablet an der Wand — kein separates System, keine monatlichen Kosten.

Die Frage nach der Cloud

Home Assistant läuft vollständig lokal — kein Nabu Casa Abo nötig für die Grundfunktionen. Für Remote-Zugriff nutze ich WireGuard VPN. Damit bleiben alle Daten im eigenen Netzwerk und es gibt keine Abhängigkeit von einem externen Dienst.

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